Daniel Jason Wagner | DJ-Kiwi Limited
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25.05.2010

Neuseeland

Ein früh beginnender Traum mit naher Zukunft

 

Ist es tatsächlich möglich, dass die Faszination über einen Staat das Leben eines 16-jährigen Jugendlichen so sehr beeinflussen kann, dass er jetzt schon sein zukünftiges Leben im Land seiner Träume sieht? - Eine Frage, die ich, Jason Wagner, mir inzwischen oft stelle.

 

Alles begann ganz unschuldig vor rund fünf Jahren: Ich war elf, baute auf Platten mein neues Zimmer zur Hälfte mit LEGO voll und suchte nun für diese „Insel“ den Namen eines wahren Staates, welcher jedoch ein paar Kriterien erfüllen musste. Ich fragte also meine Mutter, eine studierte Geographin, ob sie mir nicht bei der Namensfindung helfen könnte. Ganz spontan und ohne Hintergedanken fiel ihr der moderne und industriell sehr hochwertige Inselstaat „Neuseeland“ ein. Diesen hörte ich bis dato zum ersten Mal, doch nach etwas Recherche und Aneignung von Wissen über das Land, war ich mit der Wahl höchst zufrieden.

Das Ganze entwickelte sich. Ich kaufte erste Bücher, las immer mehr über Neuseeland, aber auch den gesamten Kontinent Ozeanien.

Sie müssen wissen, die meisten Menschen - darunter leider auch fast jeder Geographielehrer - machen den „Fehler“, den fünften Kontinent Australien zu nennen. Doch zu diesem gehört viel mehr, als nur der eine Staat. Zusätzlich befinden sich im Pazifischen Ozean nämlich noch 13 weitere Länder, darunter Papua-Neuguinea, Fidschi, Samoa oder eben auch Neuseeland, um nur die Bekanntesten aufzuzählen. Es mag für so manchen vielleicht lächerlich klingen, aber die Aufgabe, die Leute davon zu überzeugen, den Kontinent als Ozeanien statt Australien zu bezeichnen, habe ich im Laufe der letzten Jahre unbewusst zu meiner eigenen kleinen Mission gemacht.

Nun baute ich schon nicht mehr nur an einem Land, sondern erweiterte meinen „LEGO-Kontinent“ um vier weitere ozeanische Inselstaaten. Ich verband Fantasie mit Realität, zog wahre Ereignisse ins Spiel mit ein und erhielt Anerkennung durch mein Engagement, welches ich sogar in Form einer fast wöchentlichen Zeitung, der „Kiwi Wellington Daily“, ausübte. Möglicherweise habe ich mich etwas zu lange, zu kindlich verhalten, doch mein heute so ausgeprägtes Interesse an Geographie, Geschichte und Politik kam vielleicht erst dadurch zustande.

Meine „Ozeanien- und Neuseelandomanie“ entwickelte sich sogar so stark, dass ich vor rund drei Jahren begann, interessierte Mitschüler, Freunde, Verwandte und Lehrer meiner alten Schule, dem Oken-Gymnasium, im von mir selbst erfundenen Fach Ozeanienkunde zu unterrichten. Ich stellte ihnen also Informationsmaterial über den Kontinent zur Verfügung und berichtete von spannenden Geschichten über die „Welt“ auf der anderen Seite dieser Erde. Inzwischen verbreite ich mein Wissen über eine Webseite namens www.DJ-Kiwi.com.

Mein Interesse an Neuseeland wuchs und wuchs, wie auch das dafür hergerichtete Abteil meines Bücherregals. Derzeit beherbergt es ganze 23 Bücher, darunter vor allem Sachbücher, aber auch Romane (von Sarah Lark nur zu empfehlen), Bildbände, Landkarten u.s.w. Allgemein, die gesamte Wohnung: Mehrere Flaggen und Kalender an den Wänden, bedruckte T-Shirts und sonstige Fanartikel zieren einige Räume. Die Fußball-Weltmeisterschaft steht vor der Tür, Neuseeland ist nach 28 Jahren wieder dabei und die dafür passenden Autoflaggen habe ich selbstverständlich auch schon längst besorgt.

Mein bisher größtes Ziel rückt nun auch in nahe Zukunft. So verspüre ich schon seit geraumer Zeit den Wunsch, eine Sprachreise nach Neuseeland zu unternehmen. Jetzt bin ich endlich alt genug, die beste Schuljahreszeit ist ebenfalls gekommen und daher konnte ich mich in den Weihnachtsferien bei der von mir auserwählten Institution, nämlich Ist-Internationale Sprach- und Studienreisen GmbH, bewerben. Prompt folgten Telefonate, Briefe und ein Kennenlerntreffen mit einer Institutsangestellten in Freiburg. Ständig muss ich irgendwelche Formulare ausfüllen, Collagen und Briefe für meine potentiellen Gasteltern erstellen, doch all das macht mir nichts aus, wenn ich daran denke, bald in das Haus einer netten Familie einziehen zu dürfen. Meine selbst gewählte Lieblingsstadt Christchurch, an der Ostküste der Südinsel, hat die perfekte Lage zu Wald, Wiesen, Seen, Bergen und dem Meer. Selbstverständlich gehe ich dort auch in die Schule. Mein Interesse weckte die eindrucksvolle Papanui High School. Für diese steht mir ein breites Spektrum an anregenden Schulfächern zur Auswahl und auch die schulischen Nachmittagsaktivitäten klingen attraktiv. So belege ich dort ein Outdoor Education, in welchem ich für eine Schule ungewöhnliche Sportarten, wie Bergsteigen, Surfen, Kajak-, Ski- oder Quodfahren betreiben kann. Außerdem hat mich die Tatsache, dass ich einen Chor, Kunst- und Leichtathletikclub besuchen kann, ebenfalls positiv gestimmt, denn dies tue ich hier in Deutschland nämlich auch.

Ständig bekomme ich von Freunden und Verwandten die Frage gestellt, ob ich nicht Angst hätte, in ein fremdes und so weit entferntes Land zu reisen und damit meinem Heimatland und der Familie für neun Monate den Rücken zu zukehren. Ich gebe immer die selbe Antwort: „Nein, überhaupt nicht! Es ist mein lang ersehnter Traum und außerdem gibt es da nichts, wovor man sich fürchten könnte. Neuseeland ist ein junges, aber auch äußerst modernes Land. Man achtet auf die Natur (zumindest meistens) und doch zählt es als eines, der industriell sehr hochgestellten Staaten auf dieser Erde.“

Klar habe ich ein etwas flaues Gefühl, wenn ich an die fremde Sprache denke, da mein Englisch bisher vielleicht nicht gerade zu den Besten gehört, aber aus diesem (und natürlich weiteren Gründen) gehe ich doch dort hin; um es perfekt zu lernen!

Auf die Leute freue ich mich ebenfalls, weil die Kiwis (Neuseeländer) als ein sehr aufgeschlossenes und gastfreundliches Volk bezeichnet wird. Darüber hinaus hegte ich schon immer Neugierde an der Kultur der Maori, den Ureinwohnern, deren Vorfahren erst vor gerade mal rund 800 Jahren Neuseeland, als erste Menschen betraten. Man wird es kaum glauben, aber ich lerne hin und wieder tatsächlich ein wenig Maori und das Schulfach für die Zeit im nächsten Jahr habe ich auch schon belegt.

Rückblickend fällt mir auf, dass ich ja noch überhaupt nicht erwähnt habe, was mich an Neuseeland so ungemein fasziniert. Nun, das ist ganz simpel, denn es ist einfach alles: Die unglaublichen, fast unwirklichen Landschaften mit Vulkanen, Gletschern, Regenwäldern und weiten Stränden, die exotischen Vögel, die Mentalität der Bewohner und und und...

1902 nannte der damalige neuseeländische Premierminister seine Heimat „God's own country“ (Gottes eigenes Land). Viele Menschen heißen Neuseeland als Inbegriff für das vollkommene Paradies.

Sollte ich zu guter Letzt noch ein Statement abgeben, wie ich mir meine Zukunft vorstelle, dann sehe das wohl wie folgt aus. Ich möchte Jura studieren, mich auf internationales Recht spezialisieren, ein kleines Haus in der Nähe Christchurchs kaufen bzw. bauen und zusammen mit Freunden und der Familie meinen Lebensabend auf dem Land genießen.

 

Neuseeland – Für die meisten wohl nur irgendein Land auf der anderen Seite der Erde, für mich aber ist es die gewünschte Zukunft. Es mag sein, dass man mich diesbezüglich verrückt nennen kann, doch die Begeisterung hat mich schon oft weiter gebracht, mich den Schmerz aufgrund von Verlust liebender Wesen überstehen lassen und mir den Antrieb gegeben stets weiterzumachen.

Wie auch die letzte Zeile der Nationalhymne so schön lautet: God defend New Zealand!

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